Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Soziales

Dresdner Bündnis ruft zu Protest gegen Sozialkürzungen auf

Dresdner Bündnis ruft zu Protest gegen Sozialkürzungen auf
Ein Dresdner Bündnis ruft für den 3. September zu einer Demonstration gegen geplante Sozialkürzungen auf. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Von Kita-Schließungen bis Rentenreform: Mit einer Demonstration will das Bündnis ein Zeichen gegen Sparpläne setzen. Es soll nicht bei einer einzelnen Aktion bleiben.

Das Dresdner «Bündnis gegen Kürzungen» ruft zum Protest gegen Einsparungen bei sozialen Leistungen auf. «Deutschland ist reich genug. Das Geld ist da, es muss nur anders verteilt werden», sagte Mitinitiatorin Dorit Hollasky bei einem Termin in Dresden. Sie ist Sozialarbeiterin und engagiert sich im Dresdner Pflegebündnis.

Demonstration als Zeichen gegen Einsparungen

Mit einer Demonstration will das Bündnis am 3. September in Dresden ein Zeichen gegen die geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen, bei der Rente, bei sozialer Arbeit, Pflege und Altenpflege setzen. Hollasky listet als Kritikpunkte unter anderem die geplante Flexibilisierung der wöchentlichen Arbeitszeit, die Abschaffung des ersten Pflegegrades und die Rentenreform auf. «Gleichzeitig werden aber die wirklich Vermögenden nicht zur Kasse gebeten», sagte sie. 

Der Protest richtet sich sowohl gegen die Sparpläne im Bund als auch im Land und in der Landeshauptstadt, darunter die Schließung von Kitas, den Stellenabbau in der Stadtverwaltung und Kürzungen bei Beratungsstellen.

Linke und Gewerkschaften unterstützen Protest

Das Bündnis besteht aus verschiedenen Dresdner Initiativen und Einzelpersonen und wird von der Linken, den Gewerkschaften Verdi und GEW sowie vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt. Bereits 2024 protestierte das Bündnis gegen damals geplante Haushaltskürzungen. 

«Jetzt drohen so viele Kürzungen auf allen Ebenen, dass wir gesagt haben, wir müssen wieder aktiv werden», sagte Hollasky. Die bereits beschlossenen Änderungen bei der gesetzlichen Krankenkasse seien für das Bündnis ein Zeichen gewesen. «Es muss wirklich massiven Widerstand geben, sonst wird die Regierung das alles einfach zack, zack, zack beschließen», befürchtete die Sozialarbeiterin.

Die Demonstration in der kommenden Woche soll keine einmalige Aktion bleiben. Das Bündnis erhofft sich eine Protestwelle, der sich möglichst viele Menschen anschließen. «Wir hoffen, dass es vielleicht ein Auftakt ist für weitere Sachen, und dass wir einen Anfangspunkt setzen», sagte Robert Michel, Lehrer und GEW-Mitglied.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Sachsen News
Artikel von

Sachsen News

Sachsen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media