Die Diakonie bedauert die Abschaffung der Weihnachtsamnestie in Sachsen. Mit diesem Schritt gebe der Freistaat ein bewährtes Instrument der Resozialisierung auf und erschwere straffällig gewordenen Menschen den Übergang in ein straffreies Leben, teilte der evangelische Wohlfahrtsverband mit.
Diakonie: Oberstes Ziel des Strafvollzugs ist Resozialisierung
«Oberstes Ziel des Strafvollzugs ist die Resozialisierung. Dazu gehört, Haftentlassungen so zu gestalten, dass Menschen reale Chancen haben, wieder Fuß zu fassen», betonte Rotraud Kießling, Referentin für Straffälligenhilfe der Diakonie Sachsen.
Die Abschaffung der Weihnachtsamnestie treffe nicht nur die Inhaftierten selbst, sondern auch ihre Angehörigen. «Gerade für Kinder ist die Weihnachtszeit emotional besonders sensibel», so Kießling. Die Möglichkeit, diese Zeit in der Familie zu verbringen, könne stabilisierend wirken und den Neustart nach der Haft unterstützen.