Der sächsische Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sieht Nachbesserungsbedarf bei den Kita-Plänen des Bundes. Konkret geht es um den Referentenentwurf des Kita-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetzes. Inhaltlich enthalte er zwar gute Ansätze, sagte Clemens der Deutschen Presse-Agentur und nannte dabei etwa den Fokus auf frühkindliche Bildung, Sprachtests für alle Vierjährigen und eine Förderung auf Basis sozialer Faktoren.
Kritik: Mehr Anforderungen für weniger Geld
«Der Entwurf verbindet aber mehr Anforderungen mit weniger Unterstützung. Das wird nicht funktionieren», sagte der Minister. In einem Bereich, in dem der Bund nicht allein zuständig sei, wolle er hohe Ansprüche an die Kommunen formulieren. «Gleichzeitig kürzt er das Geld erheblich. Statt bisher 16 Milliarden soll es für die nächsten Jahre nur rund 9 Milliarden geben.»
Die bisher den Ländern zur Verfügung gestellten Mittel im Umfang von zwei Milliarden Euro jährlich sollen 2027 und 2028 auf 1,49 Milliarden Euro, 2029 auf 1,24 Milliarden Euro und zwischen 2030 und 2034 auf jeweils 993 Millionen Euro reduziert werden.