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Sachsens Hausarztstipendium startet neue Bewerbungsrunde

Sachsens Hausarztstipendium startet neue Bewerbungsrunde
Das Stipendium gibt es seit 2013. (Symbolbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Nur zehn Plätze, aber echte Chancen: Warum sich ein Bewerbungsstart beim sächsischen Hausarztstipendium für künftige Landärzte jetzt besonders lohnt.

Medizinstudierende können sich ab diesem Mittwoch (1. Oktober) wieder für das sächsische Hausarztstipendium bewerben. Das Programm unterstützt den ärztlichen Nachwuchs mit monatlich 1.000 Euro und soll die hausärztliche Versorgung insbesondere auf dem Land sichern, wie das sächsische Gesundheitsministerium und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KV Sachsen) mitteilten. 

In diesem Jahr haben die ersten beiden Absolventinnen des seit 2013 bestehenden Stipendiums ihre Arbeit in Sachsen aufgenommen. Das Stipendium wird vom sächsischen Gesundheitsministerium finanziert und von der KV Sachsen umgesetzt.

Derzeit nehmen 169 Studierende teil, 62 von ihnen befinden sich bereits in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen, zwei haben die Facharztprüfung erfolgreich abgelegt. Nach dem Studium und der Weiterbildung verpflichten sich die Geförderten, mindestens sechs Jahre in einer ländlichen Region des Freistaats zu arbeiten - ausgenommen sind Dresden, Radebeul, Leipzig und Markkleeberg. 

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Mit Patenschaft und Praxisnähe gegen den Ärztemangel

Ein zentrales Element ist eine Patenschaft mit einer Hausarztpraxis, in der die Stipendiaten jährlich mindestens 24 Tage hospitieren. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. November, in diesem Jahr stehen zehn Plätze zur Verfügung.

«Ich freue mich, dass die ersten Absolventen des Programms nun die hausärztliche Versorgung in Regionen stärken werden und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute für die Zukunft», sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Sie ermutigte Studierende, sich für die Allgemeinmedizin zu interessieren. «Denn die Erfahrungen unseres Hausarztstipendiums zeigen, dass gerade die Praxistage von den Studierenden als sehr motivierend bewertet werden.»

«Heute kann ich mir keinen erfüllenderen Beruf vorstellen»

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Stefan Windau, betonte: «Mit den beiden ersten Absolventinnen, die dieses Jahr ihre Tätigkeit in der sächsischen Hausarztversorgung aufgenommen haben, zeigt sich der Erfolg unseres Stipendiums in ganz konkreter Form.»

Die Zwickauer Allgemeinmedizinerin Anna Wegner berichtete, das Stipendium habe sie in ihrer Ausbildung «wesentlich unterstützt». Heute könne sie sich «keinen erfüllenderen Beruf vorstellen».

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