Das sächsische Landesausreisezentrum (LAZ) hat laut Innenminister Armin Schuster zu einem deutlichen Anstieg bei der freiwilligen Rückkehr ausreisepflichtiger Menschen geführt. Die intensiven Rückkehrberatungen würden maßgeblich dazu beitragen, dass zunehmend diese für alle Beteiligten verträglichste Form der Rückkehr stattfinde, sagte der CDU-Politiker auf Anfrage.
Deutlicher Anstieg bei freiwilligen Ausreisen
Bis Ende November verzeichnete Sachsen laut Innenministerium 1.509 nachgewiesene freiwillige Ausreisen. Das waren etwa 560 mehr als im gesamten Jahr 2024. «Die erneut gestiegenen Zahlen der eigenverantwortlichen und begleiteten freiwilligen Ausreisen belegen, dass schon die Existenz der Einrichtung oder die Ankündigung der Verlegung in das LAZ Wirkung auf die Betroffenen hat», sagte Schuster. Man werde die Erfahrungen mit der Einrichtung zur Verbesserung des weiteren Betriebs auswerten.
Bei dem Zentrum handelt es sich um ein Pilotprojekt, das CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart hatten. Die sächsische Landesdirektion nahm es vergangenen Juni in Betrieb. Als Zeitraum war zunächst ein Jahr vorgesehen.