Der Zoll hat im vergangenen Jahr in Thüringen und in Südwestsachsen bei Kontrollen erneut einen Millionenschaden durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufgedeckt. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Erfurt überprüfte im vergangenen Jahr 1.585 Arbeitgeber. Dabei seien die Papiere von mehr als 17.000 Menschen kontrolliert worden, teilte das Hauptzollamt mit. Wegen einer Vielzahl von Verstößen unter anderem gegen die Sozialversicherungspflichten seien 3.472 Strafverfahren und 2.153 Bußgeldverfahren eingeleitet worden.
Der durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufgedeckte Gesamtschaden habe sich auf 76,3 Millionen Euro belaufen. Dieser resultiert den Angaben nach unter anderem aus nicht oder zu wenig gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, Beiträgen zur Sozialkasse des Baugewerbes oder Beiträgen an die Berufsgenossenschaften sowie aus unrechtmäßig bezogenen Leistungen von Arbeitsagenturen und Jobcentern oder Mindestlohnverstößen.