An der Dresdner Frauenkirche haben Landwirte für Nachbesserungen am geplanten Freihandelsabkommen der EU mit vier südamerikanischen Mercosur-Staaten protestiert. «Wir sind nicht gegen das Abkommen», sagte Robert Erdmann, Sprecher der Vereinigung Land schafft Verbindung (LSV) Sachsen. Es müsse aber neu verhandelt werden.
Kritik an Standards und Herkunftskennzeichnung
Die Landwirte forderten etwa eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung. Wenn der Verbraucher etwa vor argentinischem Rindersteak stehe, müsse klar sein, dass dieses zu ungleichen Standards produziert wurde, so Erdmann. In Südamerika würden zudem Pflanzenschutzmittel eingesetzt, «die bei uns zu Recht schon seit 20 Jahren verboten sind».
«Wenn wir unsere regionale einheimische Produktion auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sichern wollen, müssen wir hier ein ganz klares Zeichen setzen», ergänzte Marc Bernhardt vom LSV Sachsen. Regionale Produkte müssten Vorrang haben und gegen Billigimporte gesichert werden.
Bei weiteren Aktionen in mehreren Bundesländern protestierten Landwirte an Autobahn-Anschlussstellen. Auch in Frankreich gab es Proteste.