Ein Jahr nach dem Teileinsturz der Carolabrücke in Dresden hat der sächsische Landtag über Konsequenzen diskutiert. «Der Fall der Carolabrücke hat uns Lehren aufgezeigt», sagte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) bei der aktuellen Debatte auf Antrag der SPD-Fraktion. Man müsse genauer, bis ins Detail, prüfen, Prioritäten setzen und Geld für die Brückensicherheit in die Hand nehmen. Es brauche offene Kommunikation und schnelles Handeln.
Einer von drei Strängen der Carolabrücke war in der Nacht zum 11. September 2024 überraschend auf etwa 100 Metern Länge eingebrochen. Verletzte gab es keine. Seither führt Sachsen bei 19 Spannbetonbrücken mit ähnlicher Bauweise Sonderprüfungen durch. Kraushaar wies auf die Fortschritte hin, etwa bei der B101-Brücke in Großenhain und der Elbbrücke in Bad Schandau. «Das ist unsere Linie: Schnelle Entlastung jetzt und Planungssicherheit für morgen», sagte Kraushaar.