Der Beauftragte für das Jüdische Leben in Sachsen, Thomas Feist, erwartet nach dem Gaza-Deal keine Abschwächung des offen auftretenden Antisemitismus. Ideologien ließen sich nicht von Argumenten beirren, sagte Feist. Gaza sei zu einem Symbol geworden. Man werde weiterhin versuchen, es zu instrumentalisieren.
Die Sicherheitsbehörden in Sachsen hatten in den vergangenen Jahren eine Zunahme antisemitischer Straftaten registriert. Die politisch motivierte Kriminalität mit ausländischer Ideologie hat sich laut Landeskriminalamt verfünffacht. 2020 waren 9 Taten registriert worden, 2024 waren es schon 49. Zudem wurden rund 200 antisemitische Taten aus dem rechtsextremen Spektrum registriert.