Die Haushaltslage in Sachsens Landesregierung und in den Kommunen dürfte sich noch weiter verschärfen: Aus der in der vergangenen Woche veröffentlichten Prognose des Arbeitskreises Steuerschätzung von Bund und Ländern gehe hervor, dass der Freistaat und die Kommunen voraussichtlich weniger Einnahmen haben werden als bislang prognostiziert, teilte das Finanzministerium in Dresden mit. «Mit der aktuellen Steuerschätzung ergeben sich keine neuen Spielräume», kommentierte Finanzminister Christian Piwarz (CDU) die Zahlen.
Finanzministerium kündigt Unterstützung für Kommunen an
2027 und 2028 nimmt der Freistaat der Prognose zufolge 43 Millionen Euro mehr ein als bislang angenommen. Angesichts von Kostendruck durch den Iran-Konflikt und einer schwächelnden Wirtschaft sieht Finanzminister Piwarz diese Erwartungen allerdings mit einem Fragezeichen versehen. Im Hinblick auf die Beratungen zum künftigen Doppelhaushalt 2027/28 kündigte der CDU-Politiker Unterstützung für die Kommunen an.
Sachsens Staatsregierung fehlen laut jüngsten Schätzungen rund 2,3 Milliarden Euro im Doppelhaushalt für die nächsten beiden Jahre. Das Kabinett hatte sich Ende April unter anderem auf den Abbau von 8.773 Stellen bei Staatsbediensteten bis 2040 verständigt, um die Finanzlage des Freistaats zu verbessern. Zusätzlich plant die Landesregierung eine umfassende Verwaltungsreform sowie neue Schulden in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro. Das Geld soll zur Hälfte unmittelbar an die Kommunen im Land gehen.
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