Der Sächsische Kultursenat hält den Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt 2027/28 für ein «fatales Signal». «Mit den vorgesehenen Mittelkürzungen werden ausgerechnet jene Strukturen geschwächt, die Kunst und Kultur im ganzen Land tragen - insbesondere die freie Kulturszene und der ländliche Raum», teilte das Gremium in Dresden mit. Die Einsparungen stünden in keinem Verhältnis zu den kulturpolitischen Schäden.
Wichtigstes Förderinstrument für freie Kunst wird geschwächt
«Die immer wieder hervorgehobene Bedeutung von Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Demokratie und die Attraktivität der ländlichen Räume wird dadurch konterkariert», argumentierte der Kultursenat. Besonders gravierend seien die Kürzungen bei der Kulturstiftung des Freistaates. «Mit einer Mittelkürzung im Förderbereich von bis zu 50 Prozent wird das wichtigste Förderinstrument für die freie Kunst erheblich geschwächt.»