Die rechtsextreme Gruppierung «Chemnitz Revolte» bleibt weiter im Visier der Sicherheitsbehörden. Zwar konnte ihr zuletzt kein Fortbestand nachgewiesen werden, teilte das Innenministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (Linke) mit. «Neue, hinzutretende Erkenntnisse rechtfertigen in allen Fällen eine Wiedereröffnung von Prüfungen», hieß es aber. Im ersten Halbjahr 2025 habe es zudem «Erörterungen» zu einem möglichen Vereinsverbot mit Blick auf die «Revolte Chemnitz» gegeben.
Nach aktueller Einschätzung des Landesamtes für Verfassungsschutz hat die Gruppe seit Mitte des Jahres 2025 keine Aktivitäten mehr entfaltet und sei derzeit inaktiv, erklärte Nagel in Auswertung ihrer Anfragen. Eine zugleich vorgelegte Detailauflistung der Aktivitäten zeige, dass mutmaßliche Mitglieder zuletzt im Juli an einem extrem rechten Aufmarsch teilnahmen, allerdings außerhalb Sachsens. Schon in den Monaten zuvor scheinen sich die Aktivitäten auf andere Bundesländer verlagert zu haben.