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Reiche fordert mehr «Risikoappetit» und weniger Bürokratie

Reiche fordert mehr «Risikoappetit» und weniger Bürokratie
Bundeswirtschaftsministerin Reiche: «Wir wollen unser Land wirtschaftlich wieder auf die Überholspur bringen.» / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Von: DieSachsen News
Weniger Bürokratie, mehr Mut zum Risiko: Bundeswirtschaftsministerin Reiche sieht darin den Schlüssel für neue Investitionen und Wachstum in Deutschland.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mahnt zu mehr «Risikoappetit» in Deutschland, um Fesseln für Unternehmen zu lösen und die Wirtschaft wieder auf Wachstum zu trimmen. Dazu gehörten tiefgreifende Strukturreformen, Bürokratieabbau und Ermessensspielräume in Genehmigungsverfahren zu nutzen, sagte Reiche bei der regionalpolitischen Jahrestagung mit rund 600 Teilnehmern in Chemnitz. Zudem wolle sie sich dafür einsetzen, die Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) zu verschlanken. Die Regionen seien «Innovations- und Produktionstreiber». So soll es mehr Investitionsanreize für kleine und mittelständische Firmen geben. 

Der Aufschwung in Ostdeutschland in den 90er Jahren sei nur gelungen, weil Behörden Ermessensspielräume zugunsten der Unternehmen und für ein positives Gelingen ausgelegt hätten, sagte Reiche. Heute liege der Fokus häufig darauf, alle Risiken auszuschließen. Das bremse solche Prozesse und behindere Unternehmen. Hinzu kämen Unmengen an Dokumentations- und Berichtspflichten für die Betriebe. In den vergangenen beiden Jahren hätten sie 325.000 Arbeitsplätze schaffen müssen, um bürokratische Pflichten zu erfüllen. Das seien ausschließlich Kosten für die Firmen, die sie keinen Schritt nach vorn brächten. Reiche: «Das muss aufhören.» 

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