Der Sächsische Flüchtlingsrat übt scharfe Kritik an einer neuen Einrichtung für bestimmte Asylbewerber. «Wir würden schon sagen, dass Sekundärmigrationszentren haftähnliche Einrichtungen sind», sagte Geschäftsleiterin Angela Müller dem MDR. «Es spricht ja nichts dagegen, Asylverfahren effizienter zu gestalten. Aber die Effizienz darf eben nicht zulasten von Menschenrechten und von Menschenwürde gehen.» Der Flüchtlingsrat befürworte dagegen eine dezentrale Unterbringung, in der etwa Privatsphäre und Bewegungsfreiheit gewährleistet wären.
Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag, Ronny Wähner, hatte dem MDR gegenüber wiederum betont: «Es ist keine Haftanstalt, das muss man deutlich sagen. Es ist eine Unterbringungsmöglichkeit mit gewissen Auflagen.»