Der Bau neuer Wohnungen wird zunehmend riskant für die Wohnungsgenossenschaften in Sachsen, angesichts der Kostenentwicklung. Im vergangenen Jahr entstanden insgesamt 282 Wohnungen, erklärte Mirjam Philipp, Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften, bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen. Vor zehn Jahren waren es noch über 500. In diesem Jahr wird nur mit 110 neuen Wohnungen gerechnet.
Fokus auf die Entwicklung des Wohnungsbestandes
Philipp hält es für wünschenswert, beim Neubau zwischen 300 und 500 Wohneinheiten pro Jahr zu erreichen, wie es früher der Fall war. Das stehe nicht im Widerspruch zum Leerstand, einem weiteren Problem der Genossenschaften, da es darum gehe, das Portfolio zu erweitern. Bei den aktuellen Baupreisen müssten je nach Standard Quadratmeterpreise von 15 bis 20 Euro aufgerufen werden. Die Baukosten lägen derzeit zwischen 3.500 und 5.000 Euro. Daher liege der Fokus auf der Bestandsentwicklung.