Die Ergebnisse der Mai-Steuerschätzung vergrößern das Loch im Dresdner Haushalt. Bis 2031 zeichne sich ein Defizit von rund 310 Millionen Euro ab, teilte die Verwaltung mit. Damit verschärfe sich die «ohnehin dramatische Haushaltslage der Landeshauptstadt». Die Experten senkten die Einnahmeprognose bei der Gewerbesteuer in diesem Jahr gegenüber 2025 von plus 3,5 Prozent (Oktober-Schätzung) auf minus 3,3 Prozent. Das bedeutet für Dresden einen Rückgang der Einnahmeerwartungen bei dieser Steuer um rund 33 Millionen Euro.
OB fordert Reform der Finanzbeziehungen
Für Hilbert sind diese Zahlen ein weiterer Beleg dafür, dass «die Finanzkrise der Kommunen nur durch grundlegende Strukturreformen der Finanzbeziehungen zwischen den staatlichen Ebenen zu lösen ist»: «In den Städten und Gemeinden zahlen wir nicht nur die Rechnungen für die Bestellungen von Bund und Land, sondern bekommen dann auch nur die Krümel vom Steuerkuchen.»
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten