In Sachsen besucht die Bundeswehr jedes Jahr zahlreiche Schulklassen. Im vergangenen Jahr gab es 374 Termine an Schulen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht. Insgesamt waren es etwa 50 Besuche weniger als 2024.
Im Vergleich zu 2021 stieg die Zahl jedoch um etwa 40 Prozent. Im laufenden Jahr haben in Sachsen bereits 35 Termine stattgefunden; außerdem sind 46 weitere geplant.
Linke kritisiert Ausbau der Auftritte als Irrweg
Bundesweit gab es im vergangenen Jahr in Flächenländern wie Bayern (1114), Nordrhein-Westfalen (862) und Niedersachsen (844) die meisten Besuche von Bundeswehr-Vertretern an Schulen. Der Leipziger Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann (Linke) kritisierte allerdings, Sachsen liege im Verhältnis zur Anzahl an Schülerinnen und Schülern seit Jahren auf den vorderen Plätzen.
Den Ausbau der Präsenz der Bundeswehr an Schulen bezeichnete Pellmann als gefährlichen Irrweg. «Kinder und Jugendliche dürfen nicht schrittweise an Militär und Krieg als Normalität gewöhnt werden.» Wenn Soldaten im Unterricht auftreten würden, brauche es gleichberechtigt zivile Stimmen, etwa von Kriegsdienstverweigerern und Friedensinitiativen.