Nach dem Pornografie-Vorfall während eines Theaterprojekts an einer Oberschule in der Lausitz will die AfD das sächsische Schulgesetz ändern. Eltern sollen demnach ein stärkeres Mitspracherecht bei Projekten von externen Anbietern bekommen, wie Jörg Urban, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag, in Dresden sagte. Sie müssten demnach frühzeitig informiert werden und ihre Zustimmung erteilen.
Zudem will die AfD im Gesetz verankern, dass Projektträger auf ihre pädagogische Qualität geprüft werden. «Ansonsten sollte zwingend ein Lehrer bei solchen Projekten dabei sein», sagte Urban. Der Antrag zur Gesetzesnovellierung sei in der Fraktion bereits in Abstimmung, sagte der Abgeordnete Tobias Heller, Mitglied im Ausschuss für Schule und Bildung. Mit einem zusätzlichen Antrag will die Fraktion Kultusminister Conrad Clemens (CDU) auffordern, bereits vor einer gesetzlichen Regelung Schulen bei Projekten mit externen Anbietern die Zustimmung der Eltern einholen zu lassen.