In der «Stadtbild»-Debatte hat Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) mehr Prävention gefordert, um Problemen in Städten zu begegnen. «Wenn wir nicht bezahlbares Wohnen hinkriegen, dann wird die Verelendung zunehmen», sagte Jung im Deutschlandfunk. «Wenn uns nicht gelingt, Sicherheit zu garantieren und genügend Polizei und auch Ordnungsämter auf den Straßen zu haben, dann haben die Menschen ein unsicheres Gefühl.» Jung ist zugleich Präsident des Deutschen Städtetags, betonte aber im Interview, in seiner Rolle als Oberbürgermeister zu sprechen.
Debatte seit Mitte Oktober
Merz hatte die Debatte Mitte Oktober mit einer Äußerung zur Migrationspolitik der Bundesregierung ausgelöst: «Wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.» Erst eine Woche später wurde er konkreter: Probleme machten diejenigen Migranten, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, die nicht arbeiteten und die sich auch nicht an die in Deutschland geltenden Regeln hielten, sagte er.
Zwischenzeitlich hatte er auf die Frage, was er mit seiner Äußerung zu Problemen im Stadtbild denn gemeint habe, geantwortet: «Fragen Sie mal Ihre Töchter.»
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