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Sächsischer Landtag wird zur Baustelle

Sächsischer Landtag wird zur Baustelle
Der Sächsische Landtag wird in den kommenden vier Jahren zur Baustelle. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Die seit Jahren geplante Sanierung des Landtages in Dresden nimmt Konturen an. Die ersten Bauzäune künden davon, dass bald gebaggert wird.

Sachsens Landtag wird zu einer jahrelangen Baustelle. Wie der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) mitteilte, soll sie im Juni eingerichtet werden. Aktuell werden die Bauzäune aufgestellt. Der Aushub der Baugrube und Spezialtiefbauarbeiten für den Anbau sind in der zweiten Jahreshälfte vorgesehen. Der Landtag informierte am Mittwoch über die ersten Schritte. Zuerst hatte das Nachrichtenportal Tag24 berichtet. 

Laut SIB kostet der Anbau etwa 73,6 Millionen Euro. Für den sogenannten Kubus im Hof des Landtages sind 38,7 Millionen Euro veranschlagt. Für die Fertigstellung der beiden Neubauten sind rund vier Jahre vorgesehen. Erst dann kann die Sanierung des Altbaus Fahrt aufnehmen. Denn die Abgeordneten müssen zunächst ihre neuen Büros in dem Anbau beziehen. 

Der Staatsbetrieb SIB hatte 2019 das Büro des Landtagsarchitekten Peter Kulka (1937-2024) mit den Planungen für die Sanierung und Erweiterung beauftragt. Nach seinem Tod 2004 wird das Projekt nun von seiner Tochter Katrin Leers-Kulka fortgesetzt. 

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Erreichbarkeit des Landtages verändert sich

Nach Angaben des Landtages ändert sich mit dem Baugeschehen bis auf weiteres auch die Erreichbarkeit des Parlamentes. Der öffentliche Eingang zum Neubau mit Plenarsaal, Bürgerfoyer und dem Pressezentrum der Landespressekonferenz ist ausschließlich elbseitig erreichbar. Der 70 Meter lange Anbau entsteht auf der Freifläche zwischen dem Maritim-Hotel und der Elbe. Er soll unterirdisch durch einen Tunnel mit dem bestehenden Gebäude verbunden werden. 

Der wegen seiner Architektur preisgekrönte Sächsische Landtag war 1993 eingeweiht worden. Er ist direkt mit einem Altbau aus den 1920er Jahren verbunden, in denen sich die meisten Büros der Abgeordneten befinden. Drei Jahrzehnte Nutzung haben ihre Spuren hinterlassen. Im Landtag müssen zum Beispiel das gesamte IT-Leitungsnetz sowie die Elektro- und Medientechnik erneuert werden. Aber auch die Barrierefreiheit, der Brandschutz und die Beleuchtung sollen durch die Baumaßnahmen optimiert werden.

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