Die Diakonie Sachsen hinterfragt die Pläne der Bundesregierung für eine neue Wehrpflicht kritisch. «Was geschieht mit jungen Männern, die gemustert und im Bedarfsfall eingezogen werden, aus ihrer Überzeugung heraus aber den Dienst an der Waffe ablehnen?», erklärte Diakonie-Chef Dietrich Bauer.
Nach Ansicht von Bauer haben es Bundeswehr und Politik trotz eines hohen Soldes und weiterer Vergünstigungen seit Aussetzung der Wehrpflicht nicht geschafft, den Dienst an der Waffe als gesellschaftlich bedeutsam zu vermitteln. Nun solle der Wehrdienst auf scheinbar freiwilliger Basis wiederbelebt werden – mit verpflichtender Musterung junger Männer und der Möglichkeit einer sogenannten Bedarfswehrpflicht.