Zu wenig Mitspracherecht und schlechter Betreuungsschlüssel: In Sachsen gibt es Handlungsbedarf bei Kinderrechten. Das geht aus dem «Kinderrechte-Index 2025» hervor, den das Deutsche Kinderhilfswerk in Berlin vorgestellt hat. Demnach liegt der Freistaat im Vergleich der Bundesländer im Mittelfeld und zeigt bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention Licht und Schatten.
Hier gibt es Nachholbedarf
Sachsen sollte das Wahlalter auf Landes- und kommunaler Ebene senken. Im Freistaat dürfen die Menschen generell erst mit 18 Jahren wählen. In einigen Bundesländern ist das Wahlalter bei der Landtags- und Kommunalwahl bereits auf 16 Jahre heruntergesetzt. Zudem sollte durch Fördermaßnahmen die Zahl der repräsentativen Kinder- und Jugendgremien steigen und ein Landesprogramm den Aufbau kommunaler Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut stärker fördern.
Laut dem Deutschen Kinderhilfswerk fehlt es im Bildungsbereich an einem gesetzlich verankerten ausdrücklichen Rechtsanspruch auf inklusive Schulbildung. Zudem sei beim Personal-Kind-Schlüssel im frühkindlichen Bildungsbereich noch viel Luft nach oben, hieß es weiter.