Nach juristischen Streitigkeiten haben Tausende Menschen in Dresden den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. «Es verlief alles störungsfrei», berichtete ein Polizeisprecher. Am Samstagnachmittag hatte es noch eine Demonstration aus dem rechten Spektrum gegeben. Diese startet aber erst nach dem CSD-Umzug und wurde von Gegenprotesten begleitet.
Einer der Teilnehmer der Versammlung des rechten Spektrums zeigte den Hitlergruß, wie die Polizei mitteilte. Gegen den 56-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Ansonsten sei es zu keinerlei Konfrontation zwischen den beiden Gruppen gekommen. Rund 200 Polizisten waren im Einsatz.
Das bunte und laute Treiben des CSD-Umzuges fand bei anfangs leicht regnerischen, aber sommerlich warmen Wetter statt. Veranstalter und Polizei sprachen jeweils von Tausenden Teilnehmern.
Der CSD erinnert an die Aufstände der queeren Community in der Christopher Street in New York City (USA) von 1969. Er ist ein Festtag und Gedenktag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transpersonen und anderen queeren Menschen, die für Sichtbarmachung und Gleichstellung eintreten.