Der Leipziger Umweltschutzverein Ökolöwe kritisiert Pläne zur Freigabe weiterer Seen im Leipziger Umland für Motorboote. Hintergrund ist ein laufendes Anhörungsverfahren der Landesdirektion Sachsen zum Bootsverkehr auf dem Markkleeberger See und dem Störmthaler See. «Es kann nicht sein, dass der Freistaat einen See nach dem anderen für Motorboote öffnet. Die Menschen suchen an den Seen Ruhe und naturnahe Erholung – keine Belastung durch Motorbootlärm. Und auch die Natur braucht ihren Raum», sagte Božena Nawka, umweltpolitische Sprecherin des Vereins.
Die Landesdirektion Sachsen hatte den Cospudener See südlich von Leipzig bereits per Allgemeinverfügung dauerhaft für die Schifffahrt freigegeben. Seit dem ersten Februar sollte das für den Nordteil des Sees gelten. Der Verein Ökolöwe hatte aber Widerspruch eingelegt. Die Freigabe verzögere sich daher, bis dieser bearbeitet ist, sagte die Landesdirektion der Deutschen Presse-Agentur. Der Cospudener See ist rund 400 Hektar groß und bei Badegästen sehr beliebt. Bereits jetzt gibt es laut der Behörde aber 135 Einzelgenehmigungen für die Nutzung motorisierter Boote auf dem Gewässer.