Die Schlösser, Burgen und Gärten (SBG) in Sachsen bleiben ein Besuchermagnet. Im vergangenen Jahr strömten gut zwei Millionen Gäste in die kostenpflichtigen Anlagen - etwa genauso viele wie im Jahr zuvor, gab der Staatsbetrieb Schlösserland bekannt. Schloss Pillnitz samt Park war mit rund 313.000 Gästen das Ziel mit den meisten zahlenden Besuchern, auch wenn es fast 94.000 weniger waren als 2024. Als Grund wurden nicht nur das schlechte Wetter genannt. Auch der eingeschränkte Betrieb der Dampfschifffahrt auf der Elbe und die Schließung des Kunstgewerbemuseums führten demnach zum Schwund.
Schlösserland mit Sparkonzept
Fast alle Standorte führten zusätzliche Schließtage ein. Schloss Nossen wurde geschlossen, Betriebszeiten der Wasserspiele wurden reduziert, auf Sonderausstellungen verzichtet, manche Veranstaltungen gestrichen. Dennoch habe sich das Jahr 2025 trotz düsterer Vorzeichen als sehr erfolgreich entwickelt, teilte der SBG-Betrieb mit. Er führt das vor allem auf erfolgreiche Ausstellungen wie die Aschenbrödel-Schau in Moritzburg zurück.
Energiekosten konnten reduziert werden
Auch sinkende Energiekosten trugen dazu bei, Kostendruck zu senken. Im Klosterpark Altzella eine Photovoltaikanlage in Betrieb. Das Palmenhaus im Schlosspark Pillnitz erhielt einen maßgeschneiderten «Energieschirm»: Das einseitig verglaste, historische Pflanzenschutzhaus beherbergt exotische Pflanzen, die konstante Temperaturen brauchen und hat daher einen enormen Energiebedarf. Durch eine zusätzliche Schutzschicht, die nun im Winter nachts ausgefahren wird, werden Einsparungen von bis zu 30 Prozent erwartet.