Sachsen setzt bei der Überwachung seiner Wölfe auch auf die Tiere selbst. Aktuell liefern vier Wölfe Daten für das wissenschaftliche Monitoring, teilte das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden mit. Neu «am Sender» seien zwei herangewachsene Wolfswelpen, die innerhalb des Managements gefangen und mit einem Halsbandsender ausgestattet wurden. Die betroffenen Tiere sind auch mit einem Kürzel versehen.
Vergrämung von «Problemwolf» offenbar erfolgreich
Bei Wolf MT15 handelt es sich um einen Welpen des Rudels Großhennersdorf, der im südlichen Landkreis Görlitz immer wieder durch Begegnungen mit Menschen auffiel und dabei keine Scheu zeigte. «Seit mittlerweile drei Wochen zeigen die Senderdaten, dass der Wolfswelpe vorwiegend in der Dämmerung und nachts unterwegs ist und sich überwiegend im Wald aufhält», hieß es. Es gebe keine Meldungen von auffälligen Sichtungen. Nach jetzigem Stand deute vieles darauf hin, dass die Vergrämung erfolgreich gewesen sein könnte.