Einst bedroht, inzwischen auch in Großstädten heimisch: Der Graureiher hat sich in den vergangenen Jahren in Sachsen ausgebreitet. Die Zahl der Brutpaare stieg von rund 1.400 im Jahr 2020 auf etwa 1.800 im vergangenen Jahr, wie das Landesumweltamt auf Nachfrage mitteilte. Zugleich wurden auch mehr Orte erfasst, an denen sich Brutkolonien befinden.
Der Graureiher gilt nach dem Storch als zweitgrößter einheimischer Vogel. Er ernährt sich hauptsächlich von Fischen und Amphibien - weswegen er im vergangenen Jahrhundert als Fischereischädling gejagt wurde. Seine Bestände gingen stark zurück, haben sich aber seit den 1970er Jahren in Deutschland wieder erholt.