Die Biobank des Dresdner Universitätsklinikums will künftig noch deutlich mehr Proben von Kindern und Jugendlichen sammeln als bislang. Derzeit stammen rund drei Prozent der 220.000 eingelagerten Proben von unter 18-Jährigen, schätzt Sprecherin Heidi Altmann. Perspektivisch sollen es Hunderttausende sein. Hintergrund ist die Arbeit der Biobank für das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) zur Forschung an den Ursachen häufiger und seltener Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Das DZKJ mit Standorten unter anderem in Dresden und Leipzig hat 2024 seine Arbeit aufgenommen und gehört zu acht auf Initiative des Bundes gegründeten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung.
Erste Proben hat die Biobank Dresden bereits seit 2019 eingelagert. Im Zusammenhang mit Corona begann die Einlagerung von Proben von Kindern und Jugendlichen 2022, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik Dresden. Dabei handelt es sich um «Proben wie Blut, Urin, Haarproben sowie Nasen- und Rachenabstriche», heißt es weiter. Als Teil des bundesweiten Projekts «PEDNET-LC» forscht das Uniklinikum in diesem Zusammenhang an Behandlungs- und Therapiemethoden für postinfektiöse Krankheiten wie Long Covid.