Als ich 2023 im Markgräflerland in Auggen den Sektmacher Herbert Reinecker besuchte, habe ich eine Menge gelernt über das traditionelle Sekthandwerk, das Reinecker seit 1987 zweigleisig betreibt: mit einem kleinen Sektgut (5 ha eigene Rebfläche) und einem großen Ableger, der Sektkellerei, in der Reinecker für rund 200 Kunden als Lohnversekter mit der gleichen Akribie die Versektung der angelieferten Grundweine anbietet. Mittlerweile haben die beiden Kinder Katja und Steffen die Verantwortung für den Betrieb übernommen. Sie waren – eine Premiere für sie! – jüngst in Dresden für den Start eines Revivals: Jens Pietzonka und Stefan Hermann nehmen die fast auf den Tag genau vor zwölf Jahren begonnene Serie Winzer im Fokus wieder auf. Der erste Abend (wie auch einige geplante demnächst) fand im Gasthaus auf dem Konzertplatz statt, wo ich vorab Katja und Steffen zum Podcast traf – Vorbereitungshintergrundgeräuschkulisse (lange Wörter: kann ich!) inklusive…
Zusammen mit ihren Eltern, deren Erfahrung sie nicht missen möchten, setzen Katja und Steffen Reinecker den eingeschlagenen Weg fort. Handwerklich erzeugter Winzersekt. Dass die nächste Generation diesen Weg nicht nur fortsetzt, sondern schärft, zeigt sich in vielen Details – im Weinberg, im Keller und in der stilistischen Handschrift.

