Wer Moritzburg bei Dresden besucht, wird zu jeder Jahreszeit reich beschenkt - mit Historie und Kultur genauso wie mit Natur und kulinarischen Genüssen. Der «Wow»-Effekt stellt sich bereits auf der Anfahrt aus Richtung Süden ein. Schon von weitem sieht man das barocke Jagdschloss. Auf Sichtachsen hatten es die Erbauer hier ohnehin angelegt. Von der Ostseite des Schlosses kann man durch eine Waldschneise das anderthalb Kilometer entfernte Fasanenschlösschen sehen.
Etwas abseits gelegen, steht das kleinste Schloss Sachsens im Schatten des großen Bruders, der mitten in einem Schlossteich thront - obwohl der Teich wegen Trockenheit momentan immer weiter schrumpft. Mit seinem eigenen Miniaturhafen und Sachsens einzigem Leuchtturm bot das Gelände rund um das Fasanenschlösschen zu Zeiten von August dem Starken und seiner Nachfahren Platz für rauschende Feste. Hier wurden sogar Seeschlachten zur Unterhaltung des höfischen Publikums nachgestellt.