Mit radikalen Einsparungen bei den Investitionen und mehr Kassenkrediten begegnen Sachsens Kommunen ihrer anhaltend dramatischen Haushaltskrise. Das geht aus einer Sonderausgabe des Kommunalen Finanzreports der Bertelsmann Stiftung hervor.
Fast ein Fünftel weniger Investitionen
Demnach brachen die Investitionen im vergangenen Jahr in Sachsen um 19 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro ein. Damit sticht der Freistaat im Ländervergleich deutlich hervor. Lediglich in Brandenburg und Hessen gingen die Investitionen ebenfalls zurück, jedoch jeweils um nur 5 beziehungsweise 2 Prozent.
Entsprechend ist die investive Verschuldung in Sachsen vergleichsweise gering (3,38 Milliarden Euro). Bei den Kassenkrediten, die als besonders problematisch gelten, da ihnen keine Güter gegenüberstehen, griffen die Kommunen im Freistaat hingegen besonders stark zu: Sie verschuldeten sich auf diese Weise mit 889 Millionen Euro - weitaus mehr als doppelt so viel wie noch 2024 (375 Millionen Euro). Im Vergleich der Flächenländer ist es der zweithöchste Anstieg hinter Brandenburg.