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Weniger Wasser in Sachsen – BSW fordert neue Strategien

Weniger Wasser in Sachsen – BSW fordert neue Strategien
Das BSW im Sächsischen Landtag sorgt sich um die künftige Trinkwasserversorgung im Freistaat. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Das Bündnis Sahra Wagenknecht warnt: Weniger Wasser in Sachsen erfordert neue Strategien und klare Prioritäten beim Schutz der Versorgung.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Sächsischen Landtag sorgt sich um die künftige Wasserversorgung im Freistaat. «Wir müssen ehrlich sein: Niedrigwasser und sinkende Grundwasserstände sind kein kurzfristiges Wetterphänomen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir künftig mit weniger verfügbarem Wasser auskommen müssen», sagte der Abgeordnete Ulf Lange. 

Wasser als knappe Ressource begreifen

«Das Problem löst sich nicht mit ein paar Regentagen. Wir müssen Wasser künftig stärker als knappe Ressource betrachten und uns fragen: Wie reicht das vorhandene Wasser – und wie verteilen wir es gerecht?», sagte Lange. Man dürfe nicht erst über Verteilung sprechen, wenn die Brunnen trocken und die Flüsse leer sind. «Es braucht jetzt klare Prioritäten und eine langfristige Strategie.»

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Mehr Wasserrückhalt in der Fläche erforderlich

Lange forderte einen stärkeren Fokus auf Wasserrückhalt in der Fläche, auf Speicher und Talsperren sowie eine vorausschauende Bewirtschaftung der Ressourcen. Auch bei der Regionalplanung müsse die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung stärker berücksichtigt werden. «Wir dürfen erneuerbare Energien und Trinkwasserschutz nicht gegeneinander ausspielen. Aber dort, wo Eingriffe in sensible Wassereinzugsgebiete die Versorgungssicherheit gefährden könnten, muss das Vorsorgeprinzip gelten.

Der BSW-Politiker verwies auf ein Beispiel aus dem Erzgebirge. Im rund 1.000 Hektar großen Abtwald zwischen Burkhardtsdorf und Gelenau werde derzeit geprüft, ob Teile des Gebietes als Windenergieflächen ausgewiesen werden können. Gleichzeitig würden die dortigen Quellgebiete Trinkwasser für rund 7.500 Menschen in Burkhardtsdorf und im Amtsberger Ortsteil Dittersdorf liefern. «Gerade angesichts zunehmender Trockenperioden müssen wir sehr genau hinschauen, wo wir in sensible Wassereinzugsgebiete eingreifen.»

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