Der Ausbau der Bahnverbindung zwischen Chemnitz und Leipzig könnte in deutlich geringerem Umfang erfolgen als bislang geplant. Das bestätigt das Ministerium für Infrastruktur in Dresden in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Katja Meier.
Demnach liege die aktuelle Kostenschätzung der Bahntochter DB InfraGo AG für den Ausbau des Nordabschnitts der Verbindung von Leipzig nach Geithain bei nunmehr 1,32 Milliarden Euro. Ursprünglich war in Kostenschätzungen ein Betrag von 750 Millionen Euro genannt worden.
Bereits im April hatte die Bahninitiative Chemnitz vor einer weiteren Kostenexplosion und erheblichen Abstrichen beim Ausbau der Strecke gewarnt und sich auf die neuen Schätzungen bezogen.
Als Gründe für die höheren Kostenschätzungen im Vergleich zu 2024 nennt das Infrastrukturministerium «den grundsätzlichen Anstieg von Planungs- und Baukosten innerhalb der vergangenen Jahre».
Die veranschlagte Summe sieht einen durchgehend zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts sowie eine Elektrifizierung vor. Selbst eine eingleisige Variante würde den bisher geschätzten Kostenrahmen gemäß aktueller Schätzungen sprengen. Den voraussichtlichen Aufwand dafür beziffert die DB InfraGo AG demnach auf 995 Millionen Euro, heißt es weiter.