Sachsens Schweinehalter drängen auf Unterstützung, um die Zukunft der heimischen Fleischproduktion zu sichern. «Unsere Schweinehalter sind bereit, in Tierwohl, Klimaschutz und moderne Stalltechnik zu investieren», sagt Torsten Krawczyk, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes, beim sächsischen Bauerntag in Weinböhla. «Was sie nicht mehr tragen können, sind ständig neue Auflagen ohne wirtschaftliche Perspektive.»
Verband: Immer weniger Schweinehalter in Sachsen
Die Zahl der schweinehaltenden Betriebe ist laut Verband in Sachsen seit 2015 um rund ein Drittel gesunken. Grund sind demnach Investitionen, die infolge verschärfter Anforderungen, etwa beim Tierschutz, nötig wurden. Die Höfe mussten ihre Ställe um- und teilweise neu bauen. Wenn die Politik nicht gegensteuere, verliere Sachsen weitere Betriebe, mahnte Krawczyk.
Die Gesetzeslage für Altanlagen kritisiert der Verband als unverhältnismäßig. Für einen Bürokratieabbau brauche es eine einheitliche digitale Struktur zur Erfassung der Daten über Betriebe und Produktion. Gleichzeitig müsse die heimische Schweineproduktion mit einer klaren Kennzeichnung der Herkunft gestärkt werden.