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Leag warnt vor Nachteilen für geplante Ost-Kraftwerke

Leag warnt vor Nachteilen für geplante Ost-Kraftwerke
Kraftwerksstandort Lippendorf: Hier plant die Leag ein Gaskraftwerk als Ersatz für wegfallende Kohleleistung (Archivbild) / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News
Neue Gaskraftwerke sollen künftig einspringen, wenn Wind und Sonne ausfallen. Doch ein geplanter Standortbonus könnte Projekte im Osten benachteiligen - davor warnt der Energiekonzern Leag.

Der Energiekonzern Leag sieht geplante neue Gaskraftwerke in Ostdeutschland durch die Kraftwerksstrategie des Bundes benachteiligt. Sollte der sogenannte Südbonus im künftigen Kraftwerkssicherheitsgesetz festgeschrieben werden, hätten Projekte im netztechnischen Norden im Wettbewerb kaum Chancen, sagte Leag-Chef Adi Roesch der Deutschen Presse-Agentur.

«Sollte der Südbonus im künftigen Kraftwerkssicherheitsgesetz festgeschrieben werden, sind die Projekte für H2-ready Gaskraftwerke im netztechnischen Norden im Wettbewerb praktisch chancenlos», sagte Roesch. Kraftwerke im Süden könnten zusätzlich von Vergütungen für Netzstabilisierungsmaßnahmen profitieren. Dadurch entstehe eine «massive Wettbewerbsverzerrung für die Energiestandorte im Osten».

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Die Bundesregierung plant neue steuerbare Kraftwerke, vor allem wasserstofffähige Gaskraftwerke. Sie sollen einspringen, wenn erneuerbare Energien nicht genug Strom liefern - etwa bei sogenannten Dunkelflauten ohne Wind und Sonne. Bis 2030 sollen bis zu 25 Gigawatt entstehen, 12 Gigawatt sollen 2026 ausgeschrieben werden.

Auch die Regierungen von Sachsen und Brandenburg fordern eine stärkere Berücksichtigung ostdeutscher Standorte.

Projekte im Osten

Die Leag plant unter anderem ein neues Gaskraftwerk am Standort Lippendorf südlich von Leipzig. Für die Anlage mit bis zu 870 Megawatt liegt nach Unternehmensangaben seit 2024 eine erste Teilgenehmigung vor. Auch am Lausitzer Kraftwerksstandort Schwarze Pumpe bereitet das Unternehmen ein ähnliches Projekt vor. Nach Leag-Plänen könnte Lippendorf um 2031 ans Netz gehen.

Roesch mahnte: «Wir erwarten, dass die Versorgungssicherheit und die Industrieentwicklung bei der Gestaltung des Kraftwerkssicherheitsgesetzes politisch nicht aus den Augen verloren werden.»

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