«Die KI kann das nicht machen, was du jetzt gerade machst», sagt Paulina Ließner. Ein Rat, den ihr Vater ihr schon früh gegeben habe. Mit einem dünnen Pinsel mischt sie Farben auf einer Palette und streicht vorsichtig über ein Blatt Papier. Ein Farbentwurf für eine Schablonenarbeit, erklärt sie. Damit könne sie das Muster später auf eine Wand oder einen Sockel übertragen.
Ließner macht eine Ausbildung zur Malerin und Lackiererin. «Das zu machen, worauf ich Bock habe, das stand auf jeden Fall im Vordergrund», sagt die 20-Jährige. Sie sei ein kreativer Kopf und wolle sich ausleben, statt am Laptop zu hocken. Aber auch Sinn und Sicherheit seien für sie wichtig gewesen. «Jeder braucht Handwerker», sagt Ließner. Sie ist im zweiten Lehrjahr bei der Dresdner Firma Raumkunst Arndt.