Das Areal des früheren Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Berlin, einst Vorzeige-Erlebnisbad der DDR, liegt seit Langem brach. Nach Jahrzehnten des Stillstands soll es aber nun vorangehen: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die frühestens Ende des Jahres vorliegen soll. Ziel ist ein gemischtes Quartier mit Schwerpunkt auf Mietwohnungen.
Das brachliegende Grundstück in Berlin-Friedrichshain umfasst rund 30.000 Quadratmeter. Geplant sind dort mehr als 550 neue Wohnungen, davon 50 Prozent sozial gefördert. Zudem entsteht laut der Wohnungsbaugesellschaft «eine großzügige Gewerbefläche, die eine nachhaltige Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit ermöglicht».
Nach einem langen Rechtsstreit war das SEZ im vergangenen Jahr zwangsgeräumt worden. Bausenator Christian Gaebler (SPD) hatte damals gesagt, er sehe keine Chance für einen Erhalt als Spaßbad. Es sei nicht möglich, mit den defizitären Bäderbetrieben noch ein defizitäres Spaßbad zu betreiben, das noch einmal zig Millionen Euro Investitionen koste.