Sachsen will seine Kitas neu aufstellen – mit klareren Bildungszielen und verpflichtenden Untersuchungen. Gleichzeitig bringt ein starker Rückgang der Kinderzahlen viele Einrichtungen in Bedrängnis. Was ist geplant und vor welchen Herausforderungen stehen die Kitas? Die Antworten im Überblick:
Was ist im neuen Erziehungs- und Bildungsplan geplant?
Der neue «Erziehungs- und Bildungsplan» ist eine Weiterentwicklung des Plans von 2006, den Sachsen als Grundlage für die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen einführte. Das Kultusministerium will damit die frühkindliche Bildung weiter voranbringen. Der Plan soll 2027 in Kraft treten.
Enthalten sind laut Ministerium neben Anregungen zur pädagogischen Praxis auch ein Fokus auf Mitwirkung von Kindern und ein «reflektierter Umgang» mit digitalen Medien. Den zunehmenden Auffälligkeiten bei Vorschulkindern, zu denen fehlende altersentsprechende Kompetenzen in Deutsch zählen, sollen verbindliche Erziehungs- und Bildungsziele und bessere Übergänge zwischen den Einrichtungen entgegenwirken. Dafür ist neben dem Erziehungs- und Bildungsplan auch eine verpflichtende Untersuchung Vierjähriger geplant.