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IHK beklagt Deindustrialisierung - Umsteuern gefordert

IHK beklagt Deindustrialisierung - Umsteuern gefordert
Industrie und Handwerk in Südwestsachsen schlagen Alarm: «Die regionale Wirtschaft bleibt auf Talfahrt.» (Symbolbild) / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News
In Südwestsachsen fallen Jobs weg und Investitionen bleiben aus. Warum IHK und Handwerk Alarm schlagen und was Unternehmen am meisten drückt.

Angesichts schlechter Konjunkturdaten bauen Unternehmen in Südwestsachsen vermehrt Jobs ab und sparen bei Investitionen. «Die regionale Wirtschaft bleibt auf Talfahrt», warnen die Handwerks- sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz auf Basis ihrer aktuellen Konjunkturumfragen. IHK-Hauptgeschäftsführer Christoph Neuberg spricht von einem klaren Trend der Deindustrialisierung. Es sei zunehmend zu beobachten, dass sich Industrie verabschiede, weil sie hierzulande nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren könne.

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Warnung vor weiterem Anstieg des Mindestlohns

Wegbrechende Aufträge, Konsumzurückhaltung und Kostensteigerungen hätten dazu geführt, dass sich die Erwartungen vieler Unternehmen weiter verschlechtern, heißt es. Größte Risiken seien die Arbeitskosten sowie die Energie- und Kraftstoffpreise. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage sehen die Kammern eine weitere Anhebung des Mindestlohns mit Sorge. Denn die würde durch die Bank zu erheblichen Lohnsteigerungen führen - und damit einem weiteren Kostenanstieg für die Betriebe, warnen sie. 

Von der Politik fordern die Kammer ein entschiedenes Gegensteuern in der aktuellen Malaise und einen klaren Fokus auf die Wirtschaft. Dazu gehörten Entlastungen bei Energie und Steuern, Lohnnebenkosten zu senken sowie Bürokratieabbau und eine konsequente Digitalisierung der Verwaltung, um Entscheidungen für Unternehmen zu beschleunigen.

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