Die Angst und die Unsicherheit sind groß bei Beschäftigten des Zwickauer Volkswagen-Werks angesichts drohender Schließungspläne der Konzernspitze. «Wenn das hier wegfällt, haben wir nicht mehr viel», sagte Robin Heuer, Mitarbeiter in der Inbetriebnahme des Zwickauer Werks, der Deutschen Presse-Agentur am Rande einer Protestaktion der Gewerkschaft IG Metall vor Ort. Er fühle sich «verarscht».
Eine Schließung des Werks, wie sie Medienberichten zufolge in fünf Jahren drohen könnte, käme einer Katastrophe für die aktuell rund 8.000 Beschäftigten des VW-Standorts und unzählige weitere bei Zulieferern und Unternehmen im Umkreis gleich. «Also alles, wirklich alles hängt hier dran – die ganzen Zukunftsängste, Leute, die gerade noch ein Haus bauen, ist es dann das noch wert?», so der 32-Jährige.
Wie sie ihrer Zukunft gestalten soll, fragt sich auch Jessica Kölzig. «Ich war hier immer sehr zufrieden und habe auch immer gedacht, dass ich bis zu meiner Rente hier arbeite – aber das sehe ich jetzt ein bisschen anders», sagte die Mitarbeiterin des VW-Werks. Es stehe viel auf dem Spiel für die 30-Jährige. «Ich habe auch eine kleine Tochter und um die mache ich mir natürlich auch Sorgen, wie ihre Zukunft dann mal aussehen wird.»