Die Kraftwerkspläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stoßen in Brandenburg auf scharfe Kritik. Der Konzernbetriebsrat des Energiekonzerns Leag warf Reiche Diskriminierung des Ostens vor. In einem Brief, der auch an Kanzler Friedrich Merz sowie die Regierungschefs von Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU) adressiert ist, befürchtet der Betriebsrat, dass kein Gaskraftwerk in die Lausitz kommt.
Das Brandenburger Wirtschaftsministerium, das von Martina Klement (CSU) geführt wird, hat ebenfalls Bedenken. «Die Rahmenbedingungen des aktuellen Entwurfs (...) mit dem enthaltenen «Südbonus» bergen das Risiko, dass im Norden und Osten Deutschlands zu wenig gesicherte Kraftwerksleistung im Rahmen der Langzeitkapazitäten entstehen», teilte das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur mit.
Dies könne «die Versorgungssicherheit und Systemstabilität» in der gesamten Strompreiszone negativ beeinflussen.