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Zustand der Elbbrücke in Bad Schandau besser als angenommen

Zustand der Elbbrücke in Bad Schandau besser als angenommen
Laut Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) hat die Brücke Reserven über die bisherige Gewichtsbeschränkung hinaus. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Für die im Umkreis einzige Elbquerung gilt aktuell ein Gewichtslimit von 7,5 Tonnen. Das könnte sich bald ändern. Experten klären zudem, ob statt eines Neubaus eine Sanierung ausreicht.

Der Zustand der monatelang gesperrten Elbbrücke in Bad Schandau ist besser als angenommen. Die bisherigen Ergebnisse aller Messungen und Berechnungen zeigten, dass das Bauwerk über die derzeit zulässige Belastung von 7,5 Tonnen hinaus über ausreichende Reserven verfüge, sagte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) laut Mitteilung. 

Selbst bei weiteren Brüchen im verbauten Spannstahl kann die Brücke demnach mindestens ein weiteres Jahr genutzt werden. «Über diese Expertenmeinung bin ich besonders erleichtert. Denn damit bleibt uns genügend Zeit, im Bedarfsfall eine Behelfsbrücke zu errichten», sagte Kraushaar.

Weitere Untersuchungen sollen nun zeigen, ob die Belastungsgrenze für den Verkehr auf der Brücke erhöht werden kann. Zudem prüfen die Experten, ob - wie bisher angenommen - ein Ersatzneubau erforderlich ist oder eine Sanierung ausreicht. Mit dieser Entscheidung hängt auch zusammen, ob eine Behelfsbrücke errichtet werden muss.

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Brücke war monatelang voll gesperrt

Ab November 2024 war die Bad Schandauer Elbbrücke, nahe der Grenze zu Tschechien, nach Rissfunden bei einer Sonderprüfung monatelang gesperrt. Das führte zu Verkehrsproblemen, weil die Menschen eine weiträumige Umfahrung in Kauf nehmen mussten. Nach Belastungstests wurde die Brücke im April für Autos und Lastwagen bis 7,5 Tonnen sowie Radfahrer und Fußgänger wieder freigegeben. Schwerlastverkehr muss weiterhin die Umleitungen nutzen. 

In der Brücke in Bad Schandau ist wie in der eingestürzten Carolabrücke in Dresden Hennigsdorfer Spannstahl verbaut. Sie ist daher gefährdet für sogenannte Spannungsrisskorrosion, die den Einsturz in Dresden verursacht haben soll.

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