Die Pläne für den Neubau der Bahnstrecke von Dresden nach Prag haben eine wichtige Hürde im Bundestag genommen. Die Abgeordneten stimmten am Abend für das Vorhaben, einschließlich eines rund 30 Kilometer langen Tunnels durch das Erzgebirge.
Mit der Parlamentsentscheidung ist der Weg für die konkrete Detailplanung geebnet. Bis zum Beginn der Bauarbeiten dürften aber noch einige Jahre vergehen - zumal die staatliche Finanzierung bislang nicht gesichert ist.
Unterstützung im Bundestag fanden außerdem der zweigleisige Ausbau der überlasteten Sylt-Anbindung sowie der teilweise Neubau der Bahnverbindung zwischen Ulm und Augsburg.
Die neue Trasse nach Prag ist etwa 150 Kilometer lang. Kernstück ist ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das Osterzgebirge zwischen Heidenau und Chabařovice. Mit etwa 18 Kilometern auf deutscher Seite wäre er der längste Eisenbahntunnel Deutschlands. Momentan brauchen Züge zwischen Dresden und Prag etwa 2,5 Stunden. Künftig soll sich die Fahrt auf eine Stunde verkürzen.