Wo jahrzehntelang Glückauf gerufen wurde, heißt es im Lausitzer Seenland jetzt: Ahoi. Europas größter künstlich geschaffener Seenverbund ist eröffnet – in Brandenburg und in Sachsen zugleich. Damit geht ein Großprojekt der Bergbausanierung vorläufig zu Ende. Die Seen, die aus gefluteten früheren Tagebaulöchern entstanden, sollen den Tourismus ankurbeln.
Erstmals durchgehend befahrbar
Die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU), gaben den Verbund in Neu-Seeland am Sedlitzer See in Brandenburg frei. Damit sind der Senftenberger See, der Geierswalder See, der Partwitzer See, der Sedlitzer See und der Großräschener See erstmals über schiffbare Kanäle zu einem Verbund verschmolzen. Bisher gab es zwei befahrbare Wasserstraßen, nun öffneten noch der Sornoer Kanal, der Rosendorfer Kanal und der Ilse-Kanal.
Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) sprach von einem «historischen Meilenstein». Die zusammenhängende Wasserfläche beträgt zwischen 5.100 und 5.300 Hektar – fast so groß wie der Starnberger See in Bayern und etwa halb so groß wie die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern.