Der insolvente Leipziger Straßenbahnbauer Heiterblick ist nun offiziell gerettet. Der polnische Schienenfahrzeughersteller Pesa übernimmt 100 Prozent der Anteile, wie beide Unternehmen mitteilten. Eine entsprechende Investorenvereinbarung sei bereits im Dezember unterzeichnet worden und werde derzeit finalisiert. Der Abschluss der Transaktion ist demnach für das erste Quartal 2026 vorgesehen.
Investoreneinstieg und Ausbaupläne
Mit dem Einstieg sollen der Standort Leipzig gestärkt und die rund 250 Arbeitsplätze gesichert werden. Geplant sei zudem, die Produktion in den kommenden Jahren auszubauen und schrittweise auf bis zu 25 Fahrzeuge pro Jahr zu steigern. Pesa werde Heiterblick dabei unterstützen, bestehende Aufträge unter anderem aus Leipzig, Würzburg und Dortmund abzuarbeiten.
«Pesa und Heiterblick ergänzen sich ideal», sagte Pesa-Chef Kryzsztof Zdziarski. Der Zusammenschluss bringe die beiden Teams und wichtige Fähigkeiten in Sachen Markterfahrung und Technologien auf beiden Seiten zusammen. Auch Heiterblick-Geschäftsführer Samuel Kermelk zeigte sich zuversichtlich: «Wir freuen uns, mit Pesa einen starken Partner gefunden zu haben. Heiterblick hat ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell und eine gute Auftragslage.»