Nach den gravierenden Hitzeschäden und der tagelangen Einstellung des Betriebs fahren inzwischen nahezu alle Straßenbahnen in Leipzig wieder. Was der Grund für die Schäden war, wird unterdessen untersucht. «Der von uns beauftragte Gutachter hat vergangene Woche seine Arbeit aufgenommen. Er hat erste Ergebnisse seiner Arbeit für Ende August angekündigt», sagte eine Sprecherin der Leipziger Verkehrsbetriebe auf Anfrage.
Der Experte vom TÜV Süd nimmt Materialproben und untersucht unter anderem, warum die Fugenmasse an einigen Stellen schmolz und an anderen der Hitze standhielt.
Am vorletzten Wochenende war der Straßenbahnbetrieb in Sachsens größter Stadt vollständig eingestellt worden. Extreme Hitze mit Temperaturen um 40 Grad hatte laut LVB an vielen Stellen an den Schienen die Fugenmasse aufgeweicht. Die Straßenbahnen hatten diese herausgedrückt und mit ihren Rädern auf Schienen und Weichen verteilt - bis zu fünf Millimeter dick. Die Masse härtete wieder aus, verklebte die Schienen und beschädigte auch Fahrzeuge.