Die Chemieindustrie gehört zu den wichtigsten Industriezweigen in Ostdeutschland - und steht zugleich stark unter Druck, besonders an großen Standorten wie Leuna und Bitterfeld-Wolfen.
Branche in der Krise
In Sachsen-Anhalt hat die Branche besonderes Gewicht: Dort lag ihr Anteil am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes in der ersten Jahreshälfte 2025 nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bei knapp 20 Prozent.
Gleichzeitig hat sich die wirtschaftliche Lage zuletzt deutlich verschlechtert. Gedämpfte Nachfrage, hohe Energiepreise, internationale Konkurrenz und Überkapazitäten setzen die Unternehmen unter Druck. Die Insolvenz des Chemieunternehmens Domo in Leuna und die Schließung der Anlagen des US-Unternehmens Dow Chemical in Böhlen und Schkopau sind nur zwei Beispiele für die anhaltende Krise in der Branche.