Es war ein umfangreiches Aufgabenpensum, das sich das sächsische Regierungskabinett fürs Wochenende vorgenommen hatte. 64 Prüfaufträge zur Deckung eines immer noch 2,3 Milliarden Euro großen Finanzlochs im kommenden Doppelhaushalt sollten bewertet werden. Sie alle ausreichend zu prüfen, habe daher gedauert, berichtet Sozialministerin Petra Köpping (SPD) mit einem Tag Verspätung am Mittwoch in der Staatskanzlei.
Freistaat baut knapp 9.000 Stellen ab
Unterm Strich stehen Pläne für den Abbau von insgesamt 8.773 Stellen bei Landesbediensteten, die Aufnahme neuer Kredite über rund 1,4 Milliarden Euro und ein ambitioniertes Modernisierungspaket, das die Zusammenlegung und Aufgabenbündelung bei Sachsens Landesbehörden vorsieht.
Man habe sich die Entscheidungen nicht leicht gemacht, so Finanzminister Christian Piwarz (CDU). Kündigungen solle es keine geben. Die seien auch nicht nötig, denn von den aktuell rund 89.000 dauerhaft beim Freistaat Beschäftigten verabschieden sich bis 2040 rund 40 Prozent in den Ruhestand. Im Schnitt solle zur Realisierung der Maßnahme künftig jede vierte frei werdende Stelle nicht erneut besetzt werden.