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Förderung für Mitteldeutsches Infektionsschutzzentrum

Förderung für Mitteldeutsches Infektionsschutzzentrum
Am St. Georg entsteht das Mitteldeutsche Infektionsschutzzentrum. (Archivbild) / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News
Sachsen investiert mehr als 53 Millionen Euro in ein neues Infektionsschutzzentrum in Leipzig. Welche Patienten dort versorgt werden sollen.

Sachsen steuert für den Neubau des geplanten Mitteldeutschen Infektionsschutzzentrums in Leipzig 53,53 Millionen Euro bei. Der Großteil des Geldes, insgesamt 43,53 Millionen Euro, stamme aus Haushaltsmitteln, weitere 10 Millionen Euro gab das Kabinett aus dem Sachsenfonds für Infrastrukturvorhaben frei, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Mit anderen Bundesländern sollen Finanzierungsvereinbarungen geschlossen werden. Das Zentrum solle 2032 fertig sein.

Das Infektionsschutzzentrum soll am Klinikum St. Georg in Leipzig entstehen. Das Krankenhaus verfügt schon jetzt als einzige Einrichtung in Sachsen über eine Sonderisolierstation für Menschen mit lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten wie etwa Lungenpest oder Ebola. Durch den Neubau soll der Betrieb für die Zukunft gesichert werden. In dem Zentrum sollen auch Patienten aus anderen Bundesländern versorgt werden.

 Patienten müssen in sicheren Einrichtungen isoliert werden

«Wir reden hier nicht über normale Infektionskrankheiten, sondern über hochpathogene, also lebensbedrohliche Erreger», sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nach der Kabinettssitzung. Menschen, die daran erkrankten, müssten in hochspeziellen und vor allem sehr sicheren Einrichtungen abgesondert werden. Die Bundesländer seien nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, solche Einrichtungen vorzuhalten.

Köpping zufolge ist das Klinikum St. Georg seit vielen Jahren die Einrichtung in Sachsen, die über eine entsprechende Sonderisolierstation und das dafür erforderliche Know-how und Personal verfügt. «Sie ist eine von bundesweit sieben Behandlungszentren des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger.» Der Neubau sei für einen sicheren und den aktuellen Anforderungen entsprechenden Betrieb dringlich erforderlich. 

Verhandlungen mit Thüringen und Sachsen-Anhalt zu Beteiligung

Damit die gesetzlichen Verpflichtungen des Freistaates Sachsen erfüllt sind, werden in dem Neubau eine Sonderisolierstation mit zwölf Betten sowie eine Quarantänestation mit acht Betten finanziert, hieß es. Nicht jedes Bundesland müsse eine solche hochkomplexe Einrichtung vorhalten, sagte Köpping. Vielmehr bietet sich die Zusammenarbeit an. 

Daher wurde bei der Planung des Neubaus auch schon an andere Länder gedacht, so Köpping. Man wolle noch in diesem Jahr eine Vereinbarung mit Thüringen über eine Beteiligung an der Finanzierung des Neubaus abschließen. Bei Sachsen-Anhalt gelte es, die Wahlen abzuwarten. Mit beiden Ländern habe es Vorverhandlungen gegeben. 
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