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Punktgewinn der Moral: Dynamo holt ein 2:2 in Braunschweig

Punktgewinn der Moral: Dynamo holt ein 2:2 in Braunschweig
Nicolai Rapp (r) feiert verhalten mit Alexander Rossipal (l) das 1:0. / Foto: Swen Pförtner/dpa
Von: DieSachsen News
Nach zwei Niederlagen hintereinander ist der Punktgewinn in Braunschweig ein gutes Zeichen. Die Gegentore sind aber wieder zu viel. Ein Todesfall überschattet die Partie.

Dynamo Dresden hat das Minimalziel - nicht verlieren - geschafft. Der angestrebte und erhoffte Auswärtssieg bei Eintracht Braunschweig aber gelang nicht. Beim 2:2 (1:1) bewiesen die Sachsen allerdings Moral, holten einen Rückstand auf und hätten in der Schlussphase fast noch den Dreier eingefahren. Insgesamt war das Unentschieden aber leistungsgerecht.

«Am Ende musst du den Punkt mitnehmen. Es bleibt dir auch gar nichts anderes übrig. So ein Punkt kann auch mal ganz wichtig sein, um zurückzukommen», sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm. Abwehrchef Thomas Keller ergänzte: «Es war mehr drin für uns. Wir bekommen viel zu schnell das 1:1. Wir sind nicht so optimal in die Saison gestartet, da muss man so einen Punkt auch einfach mal mitnehmen.»

Dresden mit zwei Änderungen

Stamm wechselte bei seiner Mannschaft im Vergleich zum 1:2 gegen den VfL Bochum auf zwei Positionen. Keller kehrte nach seiner Gelb-Rot-Sperre ins Abwehrzentrum zurück. Dafür blieb überraschend Friedrich Müller, der in der Woche seinen Vertrag vorzeitig verlängert hatte, auf der Bank. Im offensiven Mittelfeld erhielt diesmal die Paderborner Leihgabe Kennedy Okpala den Vorzug vor Jakob Lemmer und Kaan Inanoglu.

Die Partie begann wegen eines schweren medizinischen Notfalls, bei dem ein 52-jähriger Braunschweiger Fan ums Leben kam, mit 15-minütiger Verspätung und war dadurch besonders emotional. «Ich wünsche im Namen von ganz Dynamo Dresden der Familie ganz viel Kraft. Ich bin schockiert und unfassbar traurig», sagte Nikolai Rapp.

Nach drei Minuten des Spiels jubelte Rapp verhalten nach seinem ersten Dynamo-Tor nach der ersten Ecke. Doch nur zwei Zeigerumdrehungen später musste auch Dynamo-Keeper Tim Schreiber den Ball aus dem Netz holen. Maximilian Entrup vollendete in Mittelstürmerposition durch die Beine von Müller-Vertreter Ahmet Muhamedbegovic.

Nach zwei Toren noch ein Lattenknaller

Fortan bemühten sich beide Teams, die gut stehenden Abwehrreihen zu überwinden. Wagner (8.) wäre das mit einem Fernschuss aus 25 Metern fast gelungen, der Ball klatschte aber an die Unterkante der Latte. So aber wurde es ein intensives Spiel mit zahlreichen Nickeligkeiten mit leichten Vorteilen für die Gäste.

Braunschweig nach der Pause aktiver

Nach der Pause zog Braunschweig merklich das Tempo und den Druck an. Die Sachsen ließen sich ähnlich wie beim 3:5 in Heidenheim in die eigene Abwehr drängen. Doch diesmal spielte man disziplinierter, kam immer schnell hinter den Ball und verhinderte damit eine Vielzahl von brenzligen Situationen. Selbst gefährlich wurde man erst wieder nach einer knappen Stunde, als Ben Bobzien gerade noch rechtzeitig geblockt wurde.

Doch bestimmender blieb Braunschweig. Zunächst scheiterte Yann Sturm mit einem abgefälschten Schuss am Pfosten. Bei der folgenden Ecke hielt der eingewechselte Tobias Raschl den früheren Dynamo Andy Hoti zu lange, so dass es zurecht Elfmeter gab. Mehmed Aydin verwandelte sicher. Doch Dynamo blieb bei sich. Nach einer weiteren Ecke köpfte Keller in der 72. Minute zum 2:2 ein. Und Dynamo wollte mehr. Müller verfehlte drei Minuten vor dem Ende nur um wenige Zentimeter, eine Minute später klärte Torhüter Ron-Thorben Hoffmann nach starkem Einsatz von Simon Straudi. Mehr gelang nicht.

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